Motorrad-Reise-Apotheke - wissen, handeln, helfen

Der Motorradverbandskasten und auf Touren die Reise-Apotheke sind wichtige Bestandteile des Gepäcks. Vollständig und gut sortiert sollten sie sein - für den Fall der Fälle.

Grundsätzlich gilt:

Der Verbandskasten und die Reise-Apotheke gehören griffbereit so verstaut, zu der jeder ohne Probleme und ohne Schlüssel Zugang hat. Zu Medikamenten gehört immer der Beipackzettel. Dessen Infos sind zu beachten, vor allem die Dosieranleitungen.

  • Arzneimittel mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum aussortieren und dem Apotheker zur Entsorgung geben.
  • Arzneimittel gehören nicht in den Hausmüll! Auch der Inhalt eines Erste-Hilfe-Sets hat ein Verfalldatum.
  • Die Liste der notwendigen Reisemedikamente am besten mit dem Hausarzt bzw. Apotheker besprechen.
  • Die Reise-Apotheke möglichst kühl lagern, da Motor und Auspuffhitze die Medikamente zerstören können. Gegen hohe Luftfeuchtigkeit hilft es, die Reise-Apotheke in einen schließenden Plastikbehälter zu tun.
    Gut und trocken gelagert sind Medikamente z.B. im Erste-Hilfe-Set von Ortlieb, Touratech und von Louis.
  • Bei Fahrten in der Gruppe sollte zumindest einer ein großes Set dabei haben. Für wenig Geld werden solche auch von den großen Ketten immer wieder Sets in weicher Verpackung angeboten, die sich - wasserdicht verpackt - am Motorrad unterbringen lassen.

In einigen europäischen Ländern ist ein Motorradverbandskasten inzwischen zwingend vorgeschrieben. Jeder sollte ein wasserfest verpacktes Verbandspäckchen und eine Rettungsdecke griffbereit dabei haben.

Innerhalb der Gruppe macht es Sinn, zumindest einen Mitreisenden über evtl. bestehende Unverträglichkeiten, Allergien (gegen Jod, Wespenstiche) und Medikamentabhängigkeiten (Diabetes) zu informieren.

Unbedingt mitnehmen: die MOTTOUREN Motorrad-Reise-Apotheke Empfehlung

  • Verbandsmaterial in Form steril verpackter, nicht elastischer Mullbinden,
  • 1 Wundschnellverband für das rasche, saubere Verschließen blutender Wunden,
  • 1 bis 2 sterile Wundkompressen für Druckverbände,
  • Pflaster in verschiedenen Größen für kleinere Verletzungen z.B. im Tankrucksack, in der Jackentasche,
  • 1 Rolle Heftpflaster zur Fixierung von Binden,
  • Pinzette zur Entfernung von Zecken, Splittern, Glasscherben,
  • ein generelles Schmerzmittel, z.B. Aspirin, ASS, das auch gegen Erkältungen oder Fieber wirkt,
  • Brand- und Wundheilsalbe gegen schmerzhafte Hautentzündungen oder Brandblasen,
  • Salbe oder Gel gegen Prellungen / Verstauchungen / Verspannungen, z. B. Mobilat,
  • mindestens 1 Paar Einmal-Handschuhe für die saubere Erste-Hilfe-Maßnahme,
  • eine Rettungsdecke aus Alufolie verhindert Auskühlen bzw. Überhitzen des Körpers.

Ganz individuell und je nach Reiseziel

  • Sonnencreme mit entsprechendem Schutzfaktor.
  • Mittel gegen Durchfall, z.B. Kohletabletten oder das rasch wirkende immodium. Dabei unbedingt den Elektrolytverlust des Körpers beachten und die Mittel nur in Verbindung mit viel Trinkflüssigkeit und auch mit lebenswichtigen Mineralstoffen verabreichen, notfalls hilft eine Packung Salzstangen.
  • Auch Verstopfungen können eine Motorradtour sehr behindern. Ein Abführmittel kann helfen.
    Hier gilt ebenfalls, möglichst viel zu trinken.
  • 1 Fieberthermometer,
  • Hustenlöser als Brausetabletten - besser als in der Flasche,
  • Mückenschutz, z.B. Autan oder ähnliches Präparat,
  • Breitband-Antibiotika, die es allerdings nicht ohne Rezept in der Apotheke gibt, deshalb diese im vorbereitenden Termin mit dem Hausarzt besprechen.
  • 1 Fläschchen 70%iger Alkohol oder Jod als gründliches Desinfektionsmittel in bruchsicherem Behälter
  • Ohrenstöpsel - auch der leiseste Helm schützt auf langen Autobahnfahrten nicht vor Dauerlärmbelastung; sie sind auch ein erfolgreiches Mittel gegen schnarchende Mitschläfer!
  • Mittel gegen Reisekrankheit, Übelkeit, Flugangst; erfolgreich helfen auch die wieder verwendbaren Akupunktur-Armbändchen.

Malaria-Prophylaxe- und -Notfallmittel und Mittel gegen Zecken. Auskünfte über Risikogebiete finden sich in den Info-Seiten des Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de oder denen des Tropeninstitutes Berlin unter www.tropenreisemedizin.de.

  • Taschenlampe und Taschenmesser / Schweizer Messer, sofern nicht schon im Pannenset enthalten.
  • Immer daran denken, ein Motorrad bewegt man am besten immer mit angezogenen Handschuhen. Schnittverletzungen an den Händen sind äußerst unangenehm, oft langwierig.
  • Selbst wenn es noch so cool aussieht - ohne Handschuhe nicht fahren.
  • Und, ein Mobiltelefon, ein Brillenetui und eine feste Zigarettendose gehört nicht in die Brusttasche - eine Rippenprellung ist schmerzhaft und dauert lange!

Zu guter Letzt: ein Erste-Hilfe-Kurs hilft, Vergessenes wieder in Erinnerung zu bringen und regelmäßiges Trinken und ein gelegentlicher Müsliriegel halten länger fit.