Weltenbummler Jürgen Grieschat

  • Jürgen Grieschat
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Neugier lockt ihn immer wieder in die Ferne. Weltenbummler oder einfach ein unruhiger Geist: Jürgen Grieschat passt in keine dieser Schubladen. Er ist ein Mann mit vielen Gesichtern. Es ist seine Neugier, die ihn immer wieder in die Ferne lockt. Schon mit 14 Jahren wollte er immer wissen, was hinter dem nächsten Berg ist. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Statt sich gemütlich aufs Sofa zu fläzen, treibt es den Lehrer für Geografie und Technik in Hamburg immer wieder in die Ferne. Neben einer fast zweijährigen Durchquerung von Nord-, Mittel- und Südamerika hat er zahlreiche weitere Touren in Europa und Asien unternommen.

Vor allen Dingen Osteuropa und Russland haben es ihm angetan, wobei seine Leidenschaft Sibirien gilt. Die Suche nach seinen Wurzeln trieb ihn in diesen nördlichsten Teil Asiens.
Sein Großvater aus Masuren war nach dem Ersten Weltkrieg zu 20 Jahren Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt worden und hat dort seine Frau, Grieschats Großmutter, kennen- und lieben gelernt. In diese Unendlichkeit hat er vielbeachtete und erfolgreiche Reisen geleitet und eigene Touren durchgeführt, u. a. die erste Durchquerung Sibiriens mit einem BMW-Motorrad, auch geführte Motorradtouren über den Baikalsee hinaus und an die mongolische Grenze.

Da der energiegeladene Sibirienfan nicht auf den Pfaden der Touristen wandeln wollte, erkundete er das Land auf seine Weise. Mit Schlauchboot, Floss und Eisbrecher schipperte er über sibirische Flüsse und bereiste die Region mit der Transsibirischen Eisenbahn. Seine Erlebnisse hielt er stets auf Fotos fest. So können auch andere die Reisen nachvollziehen und sich begeistern lassen. Grieschat ist kein Indiana Jones, der sich Hals über Kopf in Abenteuer stürzt. Seine Reisen plant er bis ins Detail, wie immer das bei Reisen in den Osten, speziell für Russland nur möglich ist. Er ist kein Mensch, der schnell aufgibt. Eher einer, der stets bis an seine Grenzen geht. Der andere motiviert, weiter zu machen, aber ohne sich bewusst in Gefahr zu begeben. Ein Mensch, der seine Träume lebt, getreu nach dem Motto von Antoine de Saint-Exupèry:

 

Wenn Du ein Schiff bauen willst,
dann trommle nicht Männer zusammen,
um Holz zu beschaffen,
Werkzeuge vorzubereiten,
Aufgaben zu vergeben und Arbeiten zu verteilen,
sondern lehre die Männer
die Sehnsucht nach dem endlosen, weiten Meer.

 

 

Seine live präsentierten Diashows, die ihn inzwischen bundesweit bekannt gemacht haben, sind Kompositionen aus Text, Bild und Musik, die mehr erleben lassen als einfache Beschreibungen von Reisezielen. Keines der sorgfältig fotografierten Bilder huscht vorbei, immer hat man die Ruhe zu betrachten, frei zu assoziieren und den sparsamen, gezielten Kommentar zu bedenken.
Neben den wirklichen Bildern entstehen Gedankengänge zu einem Leben unter anderen geografischen und klimatischen Bedingungen und den oft schwierigen sozialen Lebensverhältnissen der Menschen. Er erzählt von ihrer Freundlichkeit, ihrer Arbeit und vom Reiz ihrer Andersartigkeit.